Die Bedrohung Israels durch das iranische Regime: politische Konsequenzen für eine emanzipatorische Linke

Der Staat Israel ist eine prekäre Nothilfemaßnahme gegen den Antisemitismus. Das iranische Regime droht seit der islamischen Revolution 1979 regelmäßig und bis zum heutigen Tag, Israel zu vernichten. Sollte sein Streben nach der nuklearen Option erfolgreich sein, könnte es diese Drohung wahr machen.

Was heißt vor diesem Hintergrund der kategorische Imperativ Theodor W. Adornos, dass es darum geht, „im Stande der Unfreiheit“ alles „Denken und Handeln so einzurichten, dass Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches geschehe“? Warum haben gerade so viele Linke Probleme, die Bedrohung des jüdischen Staates eindeutig zu benennen und sich explizit gegen das iranische Regime und seine Verbündeten zu positionieren? Was bedeuten die Gefahren, die von Ajatollahs und Revolutionswächtern im Iran ausgehen, für eine grundsätzliche Kritik an Staat und Kapital, an Nation und Politik?

Der Vortrag wird die Grundzüge der islamistischen Ideologie des iranischen Regimes sowie die aus ihnen resultierende Bedrohung für Israel skizzieren und der Frage nachgehen, warum der neue Präsident Hassan Rohani im Westen gerne als „moderater Hoffnungsträger“ verharmlost und nicht als freundliches Gesicht des Terrors kritisiert wird. Abschließend soll der Frage nachgegangen werden, was es bedeutet, im schlechten Bestehenden das Schlimmste zu verhindern.

Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter an der Universität Wien, Mitbegründer des Bündnisses STOP THE BOMB, Mitherausgeber von „Der Iran. Analyse einer islamischen Diktatur & ihrer europäischen Förderer“ sowie von „Iran im Weltsystem. Bündnisses des Regimes & Perspektiven der Freiheitsbewegung“. Ein ausführlicher Beitrag von ihm zum Thema ist im Heft 3 der Zeitschrift Sans phrase – Zeitschrift für Ideologiekritik erschienen.

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